Schulbiologisches Zentrum im Botanischen Garten

Die Schulbiologie – unverzichtbare Lehreinrichtung und Ursprung des Botanischen Gartens


»In unseren Jugendtagen war der hübsche, wenn auch nicht gerade große Botanische Garten für alle, die auch nur ein wenig Freude an der Beobachtung der Natur und ihrer vielfältigen Geheimnisse hatten, eine unerschöpfliche Quelle der Belehrung und Erbauung. Es wuchsen dort die interessantesten Vertreter der heimischen Pflanzenwelt, es blühten dort merkwürdige Pflanzen fremder Zonen und es war dort ein verschwiegener Teich, der geradezu geheimnisvoll aus seinen Tiefen eigenartige Gewächse emportrieb, die nach Tagen oder Wochen wieder in sein Dunkel zurücksanken.« (DZ 23.11.1930) Diese Zeilen sind aus »Heimat Dortmund, Stadtgeschichte in Bildern und Berichten 1/2004« entnommen. Viele Jahre früher, nämlich 1887 / 89 war auf Anregung von Dortmunder Schulleitern in der unmittelbaren Nachbarschaft des städtischen Krankenhauses (Luisen-Hospital) an der Beurhausstraße (Heute Standort der Städtischen Kliniken) erstmals ein Botanischer Garten für die Schulen in Verbindung mit einem Anzuchtgarten für die neu geschaffene Stadtgärtnerei angelegt worden. Beide  Gartenteile hatten eine Größe von je 8.000 Quadratmetern. (So schreibt Hermann J. Bausch in d. o. g. Zeitschrift).

Doch wie kam es zur separaten Gründung eines Schulbiologischen Zentrums im seit 1929 existierenden Botanischen Gartens Rombergpark, am westlichen Rand ? Im Jahr 1980 kam es zur Gründung des Zentrums und eingeladen war damals die große Naturschützerin Frau Prof. Dr. e.h. Loki Schmidt aus Hamburg.

Inzwischen hat sich das Schulbiologische Zentrum längst neu definiert. Über 13.000 Schülerinnen und Schüler besuchen die Bildungseinrichtung, die mit der »Grünen Schule«, der »Zooschule« und dem »Lehrbienenstand« über hervorragende Bildungsinstrumente verfügt, die kaum woanders zu finden sind. Allerdings: Die Räumlichkeiten alterten, der Zahn der Zeit nagte an Fußboden und Gebälk. Es wurde Zeit für einen Neubeginn.

Neue Zeit – Bildungsforum Schule, Natur, Umwelt.

Die Hoffnung gründete sich auf das mit  Beginn des Jahres 2014 in Planung befindliche neue »Bildungsforum« am Platz des früheren Schulbiologischen Zentrums, das nun abgerissen  wurde. So hatten es Rat und Verwaltung Ende des Jahres 2013 beschlossen. Hier sollten nicht nur neue Strukturen für die Schulbiologie geschaffen werden, sondern ein wirkungsvolles Forum für Wissensvermittlung aus dem gesamten Bereich der Botanik und der Tierwelt für Kinder und Erwachsene entstehen. Zudem sollten der Freundeskreis des Botanischen Gartens und einige Naturschutzverbände sowie weitere Vereine dort eine Heimstatt  finden mit den Möglichkeiten von Ausstellungen, von Veranstaltungen zu eigenen Themen, Seminaren und Vortragsveranstaltungen in den Räumlichkeiten des Forums. In diese Zeit fiel auch die Verabschiedung des bisherigen Leiters des Botanischen Gartens, Heribert Reif im Februar 2014 und die Ankunft seines Nachfolgers Dr. Patrick Knopf im Mai 2014.
Eine erste Besprechung zur Planung des Gebäudes mit dem Architekten, der Leitung vom Geschäftsbereich Sport und Freizeit, den Beteiligten der Schulbiologie und den Vereinen fand statt und wichtige Punkte konnten einvernehmlich besprochen und verabschiedet werden. Dann wurde am 5. August 2015 das Richtfest gefeiert.

   
Am 13. April 2016 war der große Augenblick gekommen: Oberbürgermeister Ullrich Sierau und der Begründer des alten Schulbiologischen Zentrums,
Dr. Otto Bünemann weihten vor geladenen Gästen des neue Bildungsforum Schule, Natur und Umwelt ein. Nach nur 2-jähriger Bauzeit freuten sich
der neue Leiter Dr. P. Knopf, die Leitung und Lehrer des Schulbiologischen Zentrums und die nun in einigen Büros ansässigen Vereine, darunter der
Freundeskreis des Botanischen Gartens über die eindrucksvolle Einrichtung.