Kastanie & Co ließen grüßen - auch in feuchter Atmosphäre

Gut gelaunt und fröhlich - ein Fest der besonderen Art am Sonntag, dem 8. Oktober

9.00 Uhr: Der Tag des Kastanienfestes ist angebrochen
Es regnet !
An der "alten Verwaltung", dem früheren Kutscherhaus derer von Romberg treffen die ersten Kolleginnen und Kollegen des Freundeskreises ein, die sich für die Organisation des Standaufbaus mit einem Teil der erforderlichen Ausrüstung befassen. Zum gleichen Zeitpunkt machen sich andere auf zur "Alten Schreinerei", um die dort eingelagerten Standzelte mit Zubehör für den Transport zum späteren Standort vorzubereiten.
Es regnet !
Die Smartphone-Wetterdienste sagen Besserung voraus.
10.00 Uhr:
Die Zelte sind vor Ort und werden aufgebaut. Die Stand-Aktivisten mahnen zur Eile, die Tische zur Ablage von Blumenkontingenten werden untergestellt, die engagierten Herrscherinnen aller Blumen behaupten ihre Arbeitsflächen. 
An den Rückwänden der Standzelte prangen neue Motive aus dem Botanischen Garten. Die Stoffregenallee und ihre Kirschblüten, das Panorama des Schloßteiches im Frühjahr und im Herbst. Hingucker, die für den Moment vergessen lassen, dass draußen der kommende Winter an die Tür klopft. Große Begeisterung bei den fröhlichen Aktiven.
Es regnet !
10.30 Uhr:
Das Thema des Freundeskreises nimmt Fahrt auf, die ersten neugierigen Besucher schauen interessiert zu, mit welcher Geschicklichkeit die ersten Sträuße in unterschiedlichen Umfängen entstehen. Fragen nach den möglichen Preisen werden mit dem Hinweis auf gern gesehene Spenden beantwortet, dabei auch "Richtwerte" genannt. Radio 91.2 kommt vorbei, Fragen werden gestellt und ins Mikro beantwortet. Bald wird ganz Dortmund wissen, was hier passiert.
Der Tisch mit den ausgelegten wunderschönen Fotos aus dem Rombergpark muß ein Stück weit unter das Zelt gezogen werden, die Regenspritzer sind unerwünscht.
Am Zusammenschluß der Lindenallee mit dem Hauptweg ist das Zelt aufgebaut, unter dem die "fachkundigen" Kolleginnen und Kollegen den Grill platziert haben. Rundherum unter dem schützenden Dach aufgereiht die Utensilien: Würstchen, Kohle, Kohlekamine, Grillbesteck, Senf, Ketchup, lecker duftende Brötchen, die wichtige Kasse, Feuerlöscher, Feuerschutzdecke, Wasser zum Säubern der Hände. Noch ist Zeit.
Es regnet !
11.30 Uhr:
Zum Erstaunen aller finden sich die zahlreichen Besucher ein, mit und ohne Regenschirm. Groß und Klein. Mit und ohne Hund. Gut gelaunt und offensichtlich davon angetan, dass die wohl 60 Verkaufsstände entlang dem Hauptweg ebenfalls dem Wetter mit fröhlichen Gesichtern die Stirn bieten.
Die Zeit ist gekommen, den Grill anzuheizen. Kaum glüht es, die ersten Würstchen liegen schon auf, da werden die Rufe laut nach den leckeren auf Holzkohle gebratenen Schmakazien, von denen die "Eingweihten" wissen, dass solche Leckereien nur beim Freundeskreis zu kriegen sind.
Es regnet nicht mehr !
13.00 Uhr:
Die Smartphone-Wetterprognosen scheinen richtig zu liegen und am Nachmittag ist ohnehin trockenes Wetter angesagt. Die Besucher sind hellauf begeistert von den Blumenbinderinnen am Freundeskreis-Stand. Fragen werden gestellt, was, wie und wann und auch warum der Freundeskreis des Botanischen Gartens tätig ist. Sogar Mitarbeit im Botanischen Gartens seitens der Mitglieder ist möglich, ja erwünscht. Der Loki-Schmidt-Garten ist das Beispiel für eigenständige Aktivitäten. Wo sich der befindet? Kein Problem, der Parkplan ist zur Hand. Ach ja, und natürlich kann man in der großen Gemeinschaft Mitglied werden, für nur 20,00 € im Jahr. Für Paare wirds billiger: 30,00 €. Die Terminübersicht für die nächsten Veranstaltungen liegt bereit, auch schon fürs kommende Jahr.
Nun geht's richtig rund. Am Grill schwitzt man nicht nur wegen der Glut, sondern weil hungrige Mienen den Druck erhöhen. Die Wetteraufklärung sorgt für mehr Besucher.
Am Stand des Freundeskreises freut man sich über das große Interesse an wunderschön gebundenen Blumensträußen in zahlreichen Varianten. Werden die Blumen ausreichen?
Da kommt eine Dame mit einigen wunderschönen Kränzen aus Lärchenzapfen und getrockneten Zutaten. Sie bietet sie an, jedoch bei allem Wohlwollen, es findet sich kein Platz mehr auf den vollgepackten Tischen. Im nächsten Jahr - und bitte früh genug melden beim Freundeskreis. Der findet immer Wege.
Es klart auf !
13.45 Uhr:
Die Präsentationszeit für die Sträuße nähert sich dem Ende, weitgehendst alle Blumen sind verkauft, die Spendenkanne hat sich gefüllt. Die Minenen der Aktiven etwas erschöpft, aber glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis. Die Komplimente der Besucher taten mehr als gut. Es wird aufgräumt für die nächsten Aktivitäten. Herbstfrüchte wie Kastanie, Nüsse, Eicheln etc. sind in Präsentationsschachteln untergebracht. Ebenso die dazugehörigen Blätter von Baum und Strauch. Zu raten ist seitens der Besucher welche Frucht zu welchem Blatt gehört. Hilfreich sind die beschrifteten Kärtchen. Kinder und Erwachsene sind mit Hochspannung dabei, die richtigen Lösungen zu finden. Als Belohnung gibt es Kastanienchreme auf Baguette - Hmmm. Oder Süßigkeiten aus dem Supermarkt, oder Widgets, für die ganz Schlauen.
Der Grill hat Dauerbetrieb, neue Helfer kommen und gestatten Pausen. Der Freundeskreis ist gefragt.
Ein Gang durch die "Einkaufsmeile" zeigt, dass die Bevölkerung den Wink des Petrus verstanden hat. Die Smartphones zeigen unterschiedliche Ergebnisse. Also, die Zeit nutzen heißt die Devise.
Alles normal: Es regnet !
15.00 Uhr :
Jetzt haben sich alle dran gewöhnt. Das Kastanienfest 2017 ist eben mal etwas anders. Man kann sich daran freuen. Man läuft nicht nach Hause, man bleibt da, wo die Atmosphäre immer noch einmalig ist, wo Natur pur spürbar ist, wo sich Bekannte und Freunde der verschiedensten Stände austauschen und sich freuen, auch heute wieder mit dabei sein zu dürfen. Das meint auch der RN-Bildreporter. Er macht gleich mit beim Ratespiel, erinnert er sich doch an seine frühere Berufung als Gärtner.
Es regnet nicht mehr !
16.00 Uhr:
Es war kaum anders zu erwarten, die Besucher sind schuld, dass die 700 Würstchen schon vernascht sind. Konsequenz: Im nächsten Jahr 200 Würstchen mehr, bei jedem Wetter. Nun kann man verschnaufen, kann auf Foto-Safari gehen, selbst Obst, Käse oder persisches Gebäck und orientalische Spezialitäten genießen. Am Weinstand gibt's leckere Weine zu schmackhaftem Zwiebelkuchen, was will man mehr? Die Kinder haben längst filigrane Figuren aus Eicheln und Kastanien mit Hilfe von Stäbchen und anderen Mitteln gebastelt. Die Eltern sind mindestens ebenso begeistert und freuen sich über den Erfindungsreichtum ihres Nachwuchses.
Regen ? Wann war das?
17.00 Uhr: 
Noch immer sind Eltern und Kinder begeistert beim "Natur"-Ratespiel, freuen sich über Kastanienchreme-Häppchen oder die anderen Süßigkeiten als Belohnung. Gespräche zum Thema Freundeskreis wecken Interesse und der Eine und Andere wird in den nächsten Tagen wohl seine Beitrittserklärung absenden.
Zur Zeit sind es 517 Mitglieder, die es für wichtig ansehen, den Botanischen Garten auf diese Weise unterstützen zu sollen. Er ist und bleibt so Dortmunds schönster Park und seine wissenschaftlich fundierten Arbeiten sind Bestandteil der Aktivitäten zum Schutz der Natur. Die äußerst fruchtbare und enge Zusammenarbeit der Parkleitung mit dem Freundeskreis sind ein Beispiel dafür, dass es gelingen kann Mensch und Natur wieder enger miteinander zu verbinden.
Der Tag mit viel Regen ist nur ein Beispiel dafür, dass dieses Ziel erreichbar bleibt.
Der Regen setzt wieder ein !
18.00 Uhr:
Die Zelte sind abgebaut, Tische und Bänke sind verlassen. Ein schönes erfolgreiches Kastanienfest mit vielen Facetten ist zu Ende !

   
   
     Fotos: M. Scharfenberg, E. Hoffmann






 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und weil's so schön war, sind für diese Stelle ein Bericht und Fotos in Vorbereitung.