Das Rombergschloß ergrünt in neuem Glanz

Ein denkwürdiger Tag am ehemaligen Schloß Romberg

Pressekonferenzen können manchmal schon zum Nachdenken anregen und es lohnt sich, einen Blick zurück zu werfen - in eine Zeit, die einmal schon Jahrhunderte zurück liegt und die durch den Krieg abrupt beendet wurde. Dieser Zeitpunkt veränderte die Landschaft um Schloß Brünninghausen in großem Ausmaß. Das gesamte Schloßgelände einschließlich der zugehörigen Gutsgebäude wurde entrümpelt, von den Trümmerresten des Schlosses "befreit" und neuer Nutzung zugeführt, so weit das die Überreste zuließen. Es entstand das Schulungsgebäude der WIHOGA und das Parkhotel. Bis zum Jahr 2008, als es notwendig wurde, beide Gebäude abzureißen wegen der Asbesthaltigkeit. Eine leer geräumte Fläche stand als Filetstück für Investoren bereit. Aber es kamen nur wenige und die hatten keine akzeptablen Pläne. Weitere Jahre vergingen, man wollte mit dem Abriss der ehemaligen Gutsgebäude beginnen, eine Bürgerinitiative wollte das nicht und verwies auf die Geschichtsträchtigkeit des Ensembles mit Hinweis auf die Unterschutzstellung als Denkmal, wie schon 2 Jahre zuvor der gesamte Botanische Garten unter Denkmalschutz gestellt worden war. In der Stadtverwaltung dachte man an eine mögliche Nutzung durch evtl. neue Investoren. Erneut wurde nachgedacht, die Gutsgebäude verfielen allmählich mehr und mehr, eines wurde sogar in Brand gesteckt. Es wurde ruhig um Schloß Romberg und seine Gutshöfe.
Die Freunde und Förderer des Botanischen Gartens schlugen u.a. in mehreren Leserbriefen Ende 2010 vor, das gesamte Areal einschließlich des alten, bestehenden Torhauses und dem eingezäunten Eiskeller als Kultur- und Bildungsstätte zu entwickeln, die alten Gutsgebäude zu renovieren und damit einen zentralen Anziehungspunkt für viele neue und romantische Möglichkeiten des Dortmunder Kulturlebens zu schaffen, ergänzt durch eine gastronomische Einrichtung, die schon seit vielen Jahren an dieser Stelle seitens der Bevölkerung gewünscht wurde.
Ende 2011 wurden bei Ausschachtungsarbeiten zur Renaturierung der Schondelle Grundmauerreste des Schlosses Brünninghausen gefunden und der Freundeskreis bat umgehend die Stadt um die Konservierung dieser historisch wertvollen Relikte, was auch auf Betreiben der Denkmalsbehörde gelang.

Der Faktor Zeit muß es wohl gewesen sein, der allmählich die Entwicklung dahingehend beeinflusste, dass erneut Investoren, diesmal mit ernsthaften Absichten, mit Ideen und Plänen zur Nutzung des Geländes mit der Verwaltung in Gespräche eintraten. Viele Argumente wurden an vielen Terminen und mit vielen Beteiligten ausgetauscht und natürlich auch wirtschaftliche Interessen abgewogen. Ob inzwischen Verträge unterschrieben sind, wissen wir nicht. Jedoch eine wesentliche Veränderung zum Grundriss des ehemaligen Schlosses Romberg wurde am 28. Oktober 2016 bei der oben erwähnten Pressekonferenz sichtbar:  
Planungsdezernent L. Wilde, Stadträtin B. Zoerner, Parkbereichsleiterin A. Kulozik und Parkdirektor Dr. P. Knopf konnten der versammelten Presse das Schloß präsentieren, wenn auch nur in seinem Grundriß durch in den letzten Tagen eingepflanzte Ligusterhecken. Nein, Sekt oder Champagner, nicht einmal Wein oder Bier gab es angesichts dieses histrorischen Ereignisses - aber fröhlich war's schon. So konnte der Vorsitzende des Freundeskreises, E. Hoffmann darauf verweisen, dass  man doch wohl demnächst in den grün umrissenen Räumen des Schlosses durchaus bei z.B. dezenter Streichmusik festliche Momente mit gestronomischem Flair erleben könnte, oder die im Torhaus frisch Vermählten hier zu einem Schluck auf's Glück einladen würden. Vorstellbar wäre auch, dass hier der Start zum nächsten Kirschblütenfest in 2018 gemeinsam mit dem 40-jährigen Jubiläum des Freundeskreises erfolgen und gefeiert würde.
Wer mehr Hintergründe zur Geschichte und zur aktuellen Planung rund um Schloß erfahren möchte klickt hier. 
   Fotos: E. Hoffmann
Viele Hundert Jahre schon          Deutlich erkennbar, die ehemaligen Mauern            Stadtrat L. Wilde und Stadträtin B. Zoerner pflanzen
existiert das Torhaus                   des Schlosses Romberg                                          begeistert mit den jungen auszubildenden Gärtnern