Nachrichten

zum Freundeskreis und zum Botanischen Garten

 

Diese Rubrik enthält kürzere Neuigkeiten, die sich über das Jahr hinweg ergeben und somit eine gewisse Rückschau über Entwicklungen im Botanischen Garten und im Verein ermöglichen. Detailliertere Ausführungen über Veranstaltungen und Ereignisse mit Fotoserien finden Sie unter Veranstaltungen/Berichte.

 

24.03.2018

Pflanzaktion: Im Rombergpark entsteht ein Wald aus Mammutbäumen

88 der größten Lebewesen der Erde wachsen in Dortmund. Genauer: im Botanischen Garten Rombergpark. Am Samstag, 24. März 2018, haben Mitglieder des Rotary-Club 88 Küstenmammutbäume eingepflanzt – ein nachhaltiges Projekt für Umwelt, Bildung, Familienzusammenhalt und Erholung.

Der Rotary-Club Dortmund-Neutor hat die Bäume gespendet und auf einer Wiese nahe des Eingangs des Dortmunder Zoos eingepflanzt – einen Baum für jedes Club-Mitglied.

Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens) sind die größten bzw. höchsten Lebewesen auf unserem Planeten. Sie sind immergrüne Nadelbäume. Die mächtigsten haben sogar Namen: zum Beispiel »Hyperion«, nach dem Titanen der griechischen Mythologie – ganze 116 Meter hoch, mit einem Stammdurchmesser von mehr als sieben Meter und dazu wahrscheinlich über 700 Jahre alt. »Hyperion« steht im Redwood-Nationalpark im Nordwesten Kaliforniens.

So groß wie die Bäume im kalifornischen Nationalpark sind die Küstenmammutbäume mit einer Höhe von 2 bis 2,5 Metern noch nicht. Aber sie wachsen schnell – sogar sehr schnell, wenn ihnen der Standort zusagt. Und das ist in Dortmund an der Schondelle ziemlich sicher, obwohl die Küstenmammutbäume eigentlich aus Nord-Kalifornien stammen. Dort nennt man sie aufgrund der rötlichen Stämme auch Redwoods.

Geplant ist die zeitnahe Erweiterung des Mammutbaum-Waldes, um dazugehörige Baum- und Straucharten wie zum Beispiel Weinblattahorn, Blutjohannisbeere oder kalifornischer Lorbeer. Mehr als 30 verschiedene Gehölzarten werden später den Dortmunder »Redwood« ausmachen – einzigartig in Deutschland und vielleicht sogar Europa. Dieser soll noch viele Generationen überdauern – und viele Menschen begeistern. – Foto: B. Bomm, Pressetext: Dr. P. Knopf

 

10. / 11. März 2018

Go-Landesmeisterschaft NRW

Am Wochenende des 10. und 11. März fanden im Bildungsforum des Botanischen Gartens Rombergpark die Landesmeisterschaften im Go-Spiel statt. Es handelt sich um ein asiatisches Knopfspiel, das auch beim Kirschblütenfest 2016 von jungen Leuten am Stand angeboten wurde und großes Interesse fand. Auch in diesem Jahr sind die Go-Spieler beim Kirschblütenfest wieder dabei und wir freuen uns sehr, dass sie damit in echt asiatischer Tradition das Fest bereichern werden.

 

 

4. März 2018

Lenzrosen & Co. KG

In den Pflanzenschauhäusern findet seit dem 4. März parallel zur weiter andauernden Orchideenschau eine Lenzrosenausstellung statt. Zehn verschiedene Blütenfarben und -formen mit einfachen, gefüllten und halbgefüllten Blüten der Helleborus-Gattung werden im Kakteenhaus präsentiert. Als Begleiter wurden verschiedene Kameliensorten gepflanzt, die aufgeblüht einen kräftigen Farbkontrast bilden, dazu auch einige Rhododendronpflanzen. Aufgestellte Birkenspitzen, dicke Äste und viel Mulch am Boden simulieren den natürlichen Standort der Helleborus: den Waldrand.

Die Lenzrosen – auch Nieswurz oder Christrose (wenn sie zur Weihnachtszeit blüht) genannt – gehören zur Hahnenfußfamilie (Ranunculaceae) und kommen in Zentral-, Ost- und Südeuropa bis ins westliche Asien vor. Sie blühen vom Winter bis ins mittlere Frühjahr. Die Blütenfarben reichen von weiß, gelb bis hin zu rosa, rot und violett. Was wir bei den Helleborus als Blütenblätter wahrnehmen sind eigentlich die Kelchblätter, die normalerweise dem Schutz der Knospe dienen. Die Blütenblätter der Lenzrosen sind als kurze, tütenförmige Organe ausgebildet und werden Nektarien genannt, da in ihnen der Nektar enthalten ist, der die zu dieser Jahreszeit wenig vorkommenden Insekten zur Bestäubung anlocken soll. Die bekannteste Art dieser für uns giftigen Pflanze ist die weißblütige Helleborus niger, die »schwarze Nieswurz«. Die Bezeichnung erhielt sie aufgrund ihrer schwarzen Wurzeln.

Die volle Schönheit und Vielfalt dieser Blüten entfaltet sich erst bei näherem Betrachten und manchmal muss man sich schon ein wenig bücken, um sie auf sich wirken lassen zu können. Ganz besonders lohnen sich daher Nahaufnahmen dieser wunderschönen Winter- und Frühjahrsblüher.

Erste Eindrücke von der Lenzrosenausstellung:

Januar 2018

Die Wüstenlandschaft im Botanischen Garten wird Dank der großzügigen Spende der Dr. Baukloh-Stiftung im Jahr 2018 entstehen. Die ersten Vorbereitungen laufen bereits. Etliche Tonnen Sand lagern bereits, Die Baumaterialien sind bestellt.


20. Januar 2018

     

Am Samstag, 20. Januar begann um 10.00 Uhr die »Große Orchideen-Ausstellung 2018« in den Pflanzenschauhäusern des Botanischen Gartens. Schon Tage vorher trafen die ersten Lieferungen ein und die Platzierung der 1100 Pflanzen wurde u.a. auch mit Mitgliedern des Freundeskreises begonnen. Nach dem ersten großen Andrang folgte am Sonntag der große Ansturm, denn die Besucher kamen zu Hunderten. Dabei fand am Sonntagmittag eine besondere Aktion statt. Dr. Reinhard Rauball konnte eine nach ihm offiziell benannte Orchidee »Paphiopedilum Reinhard Rauball« taufen. Ausführlicheres und Fotoserien finden Sie unter Berichte. Fotos: S.Seichter, E.Hoffmann, O. Schaper.